Klimastammtisch Ahr Klimastammtisch Ahr
Informieren statt Resignieren!
Ostergrüße vom Klimastammtisch

Der Klimastammtisch Ahr wünscht allen Abonnent:innen frohe und erholsame Ostertage.

Die lange Dürreperiode seit Ende Februar mit viel Sonne, einer deutlich höheren Durchschnittstemperatur, aber auch noch frostigen Nächten, hat den Klimawandel einmal mehr deutlich spürbar gemacht.

Wenn auch das Regenwetter seit Palmsonntag vielen die Osterferien etwas trübt, ist das für die Natur ein Segen. Täglich werden die Wälder grüner und die Wiesen bunter.

So war auch der Waldspaziergang, zu dem wir am "Palmsamstag" eingeladen hatten, gut besucht.

Förster Andreas Zedler, der als ehemaliger Verwalter der Arenbergischen Besitzungen an der Ahr diese Wälder wie seine Westentasche kennt, hat uns im Naturschutzgebiet Ahrschleife/Langfigtal geführt. Er konnte uns auf der gut dreistündigen Wanderung sehr viele Aspekte vom Wald als Opfer der Dürre zeigen.

Besonders anschaulich war an unterschiedlichen Beständen zu sehen, welchen Einfluß die unterschiedliche Bewirtschaftung und Bejagung im Wald hat. So gab es neben abgestorbenen Fichtenbeständen auch ehemalige Niederwälder zu sehen, die als solche nicht mehr genutzt werden. Dort sterben auch bereits die widerstandsfähigen Eichen zunehmend ab. Die Entwicklung naturnaher und klimaresilienter Dauerwaldbestände mit gemischter Alterklassenstruktur und aufkommender Naturverjüngung ist das Ziel einer klimaangepassten, naturnahen Waldbewirtschaftung.  Diese bildet mit der gezielten Entnahme hochwertiger Einzelbäume die natürlichen Verjüngungsprozesse nach, ist wirtschaftlich effizient und erlaubt auch bei nicht zu hohen, durch Bejagung regulierten Wildbeständen eine natürliche Verjüngung an Stelle von kostenintensiven Neupflanzungen auf großen Kahlschlagflächen.

Kommentar einer Teilnehmerin: "Es war eine superschöne Wanderung, mehr als 3,5 Stunden gefüllt mit wahnsinnig vielen Infos und tollen Gesprächen".

Ausstellung "save land" im Kunstmuseum Bonn

Über 20 Teilnehmende konnte der Klimastammtisch Ahr bei einer Exkursion in die Bundeskunsthalle Bonn zur Ausstellung ‚Save Land‘ begrüßen. Der ÖPNV brachte die Teilnehmenden sicher mit der Linie 860 ohne zusätzlichen Halt von Ahrbrück zum Bahnhof Bad Neuenahr. Von dort ging es ohne Umsteigen nach Bonn zur Haltestelle Bonn-UN Campus in fußläufiger Entfernung zur Bundeskunsthalle.

Eine gebuchte Führung durch die in Kooperation mit der UNCCD-G20 „Global Land Initiative“ entwickelte Erlebnisausstellung zeigte anschaulich die weltweite Überlastung und Übernutzung unserer Böden. Die Nutzung interaktiver Medientechnologien vereint zeitgenössische Kunst mit Exponaten aus den Naturwissenschaften, um die globale Situation unserer Landflächen darzustellen.

Klimastammtisch Ahr in der Ausstellung "save land"

Jedes Jahr werden 100 Millionen Hektar gesunder und produktiver Böden vernichtet – eine Fläche, die etwa dreimal so groß ist wie Deutschland. Die Renaturierung unserer Böden ist von höchster Dringlichkeit.
Weit entfernt von einer dunklen Zukunftsvision regt die Ausstellung zum Handeln und für den Schutz unserer Böden an.

Im Kreis Ahrweiler sind es insbesondere die Waldböden, die ca. 50 % der Kreisfläche bedecken, sowie die Böden im Weinbau, die unserer besonderen Pflege und Renaturierung bedürfen, damit sie die wichtige Funktion des Wasserrückhalts bei Starkregen in Folge der Klimaerwärmung besser erfüllen können.

Nach der Führung hatten die Teilnehmenden noch Zeit, eine weitere Ausstellung im Museum zu besuchen oder sich im Museumscafé bei einem Kaffee über das Thema auszutauschen.

Bitte vormerken: Filmvorführung
Plakat zur Filmvorführung "Tomorrow"
Klimastammtisch Ahr
Informieren statt Resignieren!
facebook  instagram 
Deabonnieren   |   Verwalte dein Abonnement   |   Online ansehen
Klimastammtisch Ahr