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WetransForm – zur Zukunft des Bauens

Besuch der Ausstellung in der Bundeskunsthalle Bonn.

Bei sonnigem, klarem, aber auch deutlich kaltem Winterwetter machte sich eine zehnköpfige Gruppe des Klimastammtisch Ahr auf den Weg zur Ausstellung „WeTransForm“ in der Bundeskunsthalle Bonn. Die An- und Rückreise erfolgte mit der Regionalbahn RB 30, die seit ihrer Wiedereröffnung am 12. Dezember wieder stündlich zwischen Ahrbrück und Bonn verkehrt.

Die Ausstellung „WeTransForm“ ist noch bis zum 25. Januar zu sehen. Sie zeigt anhand vieler anschaulicher Beispiele, wie eine umweltfreundliche und klimaangepasste Zukunft im Wohnungs- und Städtebau aussehen kann. Im Mittelpunkt stehen dabei der Schutz des Klimas, der sparsame Umgang mit Ressourcen und der Umgang mit den bereits spürbaren Folgen des Klimawandels.

Ein Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf neuen und wiederentdeckten Baustoffen. Gezeigt wird, wie Materialien wie Holz, Lehm, Stroh oder Recyclingbaustoffe heute eingesetzt werden können und welche Vorteile sie für Klima und Umwelt haben. Modelle, Zeichnungen und kurze Erklärtexte machen deutlich, dass nachhaltiges Bauen nicht nur möglich, sondern oft auch langlebig und ästhetisch ansprechend ist.

Darüber hinaus stellt die Ausstellung verschiedene Konzepte für eine grünere Stadt vor. Begrünte Dächer und Fassaden, Schwammstadt-Prinzipien zur besseren Speicherung von Regenwasser sowie neue Formen von gemeinschaftlich genutzten Grünflächen werden anschaulich erklärt. An konkreten Beispielen aus verschiedenen Städten wird gezeigt, wie solche Ideen bereits umgesetzt werden und wie sie zur Abkühlung der Städte, zur Förderung der Artenvielfalt und zu einer höheren Lebensqualität beitragen können.

Ein weiterer Teil der Ausstellung beschäftigt sich mit der Frage, wie Städte in Zukunft geplant werden müssen, um sozial gerecht und lebenswert zu bleiben. Dabei geht es unter anderem um kurze Wege, bezahlbaren Wohnraum und die Beteiligung der Menschen an Planungsprozessen.

Besonders beliebt ist ein Mitmach-Raum, der sich an Kinder und jung gebliebene Erwachsene richtet. Dort können mit Holzklammern, Röhrchen und Karton-Deckeln eigene Gebäudemodelle gebaut werden. Spielerisch lassen sich so kreative Ideen ausprobieren – der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Am Nachmittag machte sich die Gruppe mit vielen neuen Eindrücken, Anregungen und Gesprächsstoff wieder auf den Rückweg und fuhr mit der Ahrtalbahn zurück nach Hause.